Weihnachtsbaum Arten

Es gibt viele Weihnachtsbaum Arten und jede einzelne hat Vor- und Nachteile. Einige Baumarten eignen sich jedoch besonders gut als Weihnachtsbäume und werden somit häufig gewählt. Diese Weihnachtsbaum Arten stellen wir hier vor.

Nordmanntanne – der beliebteste Weihnachtsbaum

Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) ist der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen. 75% der verkauften Bäume waren im Jahr 2014 Nordmanntannen. Diese Tannenart wird extra nur für den Zweck angebaut, als Weihnachtsbaum zu dienen. Sie bringt aber auch alle Voraussetzungen mit, um in den heimischen Wohnzimmern schön auszusehen. Der gleichmäßige, buschige Wuchs und die glänzenden, dunkelgrünen, nicht stechenden Nadeln bilden einen perfekten Charakter. Die Nadeln sind sehr fest an den Ästen und fallen somit nur sehr schwer ab. Außerdem sind sie weich und auch Kinder können gut beim Schmücken helfen. Die Nordmanntanne hat zudem kräftige, stabile Äste an denen auch etwas schwerer Christbaumschmuck problemlos angehängt werden kann. Außerdem harzen die Zweige nicht, was einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Und auch die Haltbarkeit überzeugt. Nordmanntannen können sechs bis acht Wochen ohne Nadelverlust bei Zimmertemperatur im Wohnzimmer verweilen. So hat man eine ganze Weile einen schönen Weihnachtsbaum zu bestaunen.
Da die Tannen ca. 12 bis 15 Jahre benötigen um eine verkaufsfähige Zimmerhöhe zu erreichen, sind diese Weihnachtsbäume auch die mit Abstand teuersten. Aber wie bereits beschrieben, erhält der Käufer auch die perfekte Tanne zum Weihnachtsfest.



Blaufichte – blaue, stechende, wohl duftende Nadeln

Die zweitbeliebteste Tannenart für Weihnachten ist die Blaufichte (Picea pungens). Im Jahr 2014 entschieden sich 15% der Deutschen für diese Tanne als Weihnachtsbaum. Der Name ist passend gewählt, da die Nadeln einen blauen Schimmer haben, was im Kerzenlicht einen schönen Effekt mit sich bringen kann. Dieser Effekt wird durch die Witterung beim Wachstum und vom jeweiligen Typ der Setzlinge beeinflusst. Blaufichten haben einen sehr charakteristischen Waldgeruch, den nicht jeder in seinem Wohnzimmer haben mag. Die Nadeln sind nicht nur blau, sie stechen auch – daher auch der Name „Stech-Fichte“. Die Äste wachsen ebenfalls sehr gleichmäßig in Etagenform und sind aufgrund des kräftigen Wuchses optimal für schweren Baumschmuck und echte Kerzen geeignet. Einen weiteren Nachteil bringt die Blaufichte als Weihnachtsbaum ebenfalls mit. Die Haltbarkeit ist leider nur befriedigend, da die Nadeln nach ca. vier Wochen wieder ausfallen. Reicht einem diese Haltbarkeit, bekommt er mit der Blaufichte echtes Waldfeeling in das heimische Wohnzimmer. Preislich liegt diese Tanne etwas unter dem Niveau der Nordmanntannen.

Edeltanne / Nobilistanne – lange Haltbarkeit und intensiver Geruch

Die Nobilistanne, auch Edeltanne genannt (Abies nobilis bzw. A. procera), war 2014 mit einem Anteil von 3% der verkauften Weihnachtsbäume nicht sehr beliebt. Dabei bringt sie ebenfalls gute Eigenschaften mit sich, um als Christbaum einen wunderbaren Dienst zu verrichten. Die grünen bis blaugrünen Nadeln sind sehr weich und stechen deshalb nicht. Diese Tannenart hat ebenfalls etagenförmig angeordnete Zweige, die aber auch mal etwas wilder wachsen. Außerdem haben Edeltannen einen intensiven Orangen-Geruch, der das Weihnachtsgefühl mancher Besitzer noch verstärkt. Dieser Geruch kann sogar weiter intensiviert werden indem man mit einer Nadel die Harztaschen am Stamm aufsticht. Die Edeltanne hat eine lange Haltbarkeit, so dass man den Baum bis in den Januar stehen lassen kann. Diese Weihnachtsbäume kosten in etwa so viel wie eine Nordmanntanne.

Es gibt noch Fichtenarten, die ebenfalls als Weihnachtsbäume genutzt werden. Aufgrund ihrer Bedeutungslosigkeit gehe ich nicht weiter auf sie ein.



Woher bekomme ich meinen Weihnachtsbaum?

Tannenbaum selbst sägen
Sicherlich ein Erlebnis: Den Weihnachtsbaum selber fällen! (Ivan Simunik / pixelio.de)

Es gibt viele Möglichkeiten einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Oft stehen Händler im Dezember auf den Weihnachtsmärkten und bieten dort ihre Bäume an. Aber auch Gartencenter oder Baumärkte führen vor Weihnachten große Mengen an Tannen. Etwas ganz Besonderes ist es natürlich, wenn man selbst in den Wald geht und seinen Weihnachtsbaum ganz persönlich fällt. Dazu ist es ratsam im Vorhinein beim zuständigen Forstamt Adressen und Termine zu erfragen, an denen dies möglich ist.
Die Auswahl an Weihnachtsbäumen ist also sehr groß und man hat ohne Probleme die Möglichkeit diesen einen perfekten Baum für das eigene Wohnzimmer zu finden. Worauf man beim Kauf achten sollte, habe ich in einem weiteren Artikel beschrieben.